Falschgeldschulung in der WIN 11C

Am Montag, den 17. November, hielt Herr Alexander Zwosta, ein Vertreter der Deutschen Bundesbank in Nürnberg, einen Vortrag zum Thema „Falschgelderkennung“ in unserer Klasse, der WIN 11 C.

Wir sahen einen Einführungsfilm über den Bargeldkreislauf in Deutschland: Bargeld ist in Deutschland nach wie vor ein weit verbreitetes Zahlungsmittel, auch wenn die Nutzung digitaler Alternativen zunimmt. Die Deutsche Bundesbank betont, dass sie die Wahlfreiheit zwischen Bargeld und digitalen Zahlungen erhalten möchte und Bargeld nicht abschaffen wird.

Es wurden statistische Daten für das Jahr 2023 bereitgestellt, welche Banknoten am häufigsten gefälscht werden: nach Nennwert ist das der 50 Euro-Schein.

Die rechtlichen Grundlagen für Falschgeld betreffen die Herstellung, das Inverkehrbringen und den Besitz gefälschten Geldes, wobei dies in Deutschland im Strafgesetzbuch (StGB §§146-152) geregelt ist. Die Strafen reichen von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren für das Inverkehrbringen und sogar bis zu zehn Jahren für Herstellung oder Beteiligung daran, wobei der Vorsatz eine wesentliche Voraussetzung für die Strafbarkeit ist.

Auch wurde der Prozess des beschädigten Geldes beschrieben. Der Prozess zur Auszahlung beschädigten Geldes hängt von der Art des Schadens ab. Für beschädigte Banknoten ist die Einreichung bei einer Bank oder der Deutschen Bundesbank der erste Schritt, wobei mehr als die Hälfte des Scheins vorhanden sein muss oder der Vernichtungsnachweis erbracht werden muss.

Zum Schluss der Schulung wurden Sicherheitsmerkmale, wie Sehen, Fühlen, Kippen, erklärt. Beim Fühlen sollen Kunden das griffige Papier und das erhabene Relief von Schrift und Zahlen spüren. Beim Sehen (gegen das Licht) werden Wasserzeichen und Sicherheitsfaden sichtbar. Beim Kippen ändern sich die Farben der Smaragdzahl oder es bewegen sich Elemente im Hologrammstreifen. Es wurden praktische Übungen zur Identifizierung gefälschter Banknoten durchgeführt.

Im Rahmen eines Feedbacks stellte Herr Zwosta folgende Fragen:

  • Wo findet der größte Handel mit Falschgeld in Europa statt?

Antwort: Spanien, Italien, Portugal

  • Wann kommt es in Deutschland zum größten Zustrom von Falschgeld?

Antwort: Während großer Feiertage wie z.B. Weinachten oder bei Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest.

Svitlana Holikova, WIN 11 C