Ein angewandter Wörterspaß!
In der Berufsintegrations-Vorklasse wurde der Deutschunterricht am 26. Januar 2026 zum winterlichen Abenteuer!
Mit 15 cm Neuschnee verwandelte sich der Schulhof in eine echte Spielwiese, weshalb einige vor lauter Begeisterung kaum den Weg aus der Pause zurück in den Unterricht finden wollten. Kurzerhand wandelten Frau Dr. Augustin und Frau Wiedemann deshalb den Deutschunterricht zum Lokaltermin im Schnee ab, als Belohnung für ihre Klasse: Manche waren immerhin, da Busse nicht fuhren, sogar mehrere Kilometer zur Schule gelaufen.
Trotz eiskalter Händchen wurden nun wohlgerundete Schneefrauen, dicke Schneemänner und sogar fröhlich winkende Schneelehrer „gebaut“ – und nebenbei erweiterte die Klasse gleich den Wortschatz in ihrer Zweitsprache Deutsch: Die aus Syrien, der Ukraine, Afghanistan, Albanien und Georgien stammenden Schülerinnen und Schüler lernten, wie gut der Schnee „klebt“ und entdeckten, dass man für die Geschöpfe Körperteile wie „Köpfe“, „Arme“, „Bäuche“, „Augen“, „Münder“ und „Nasen“ braucht – und das gleich im Plural. Zweige und Blätter wurden unter großem Gelächter in Finger, Besen und lustig abstehende Strubbelhaare verzaubert, während die Bäume zuweilen ihre weiße Pracht auf die Bautrupps abluden.
Für einige Schülerinnen und Schüler war es das erste Mal, dass sie Menschen aus Eiskristallen erschufen, und die Freude über die Erfolge war groß! Wer angesichts der Schneemassen zu Hause blieb oder bleiben musste, blieb trocken, hat aber leider viel Spaß verpasst.
Der Unterricht war selten so unterhaltsam wie heute und wird uns sicher lang in Erinnerung bleiben. Ein unvergesslicher Wintermorgen im Schnee…
Dr. Anja Augustin
